Rosa und Glitzer sind für alle da

Ist ein Kind mit Vulva im Prinzessinnenkleid eigentlich ein Zeichen für Scheitern feministischer Erziehung? Den Eindruck erwecken Diskussionen in Gruppen häufig. Meine Gedanken dazu.

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Bei der Beschäftigung mit „Genderkram“ fällt eines häufig auf: das reflexartige Ablehnen von Rosa und Glitzer, von Prinzessinnenhaftigkeit und allem was mit der „Mädchenschublade“ assoziiert wird. Und auch ich schrieb schon über meine Rosamüdigkeit.

Denn während es wie ein Ermächtigungsprozess erzählt und verstanden wird, wenn kleine Kinder die mit Vulva geboren wurden sich „jungstypisch“ verhalten, „Jungsklamotten“ tragen und „Jungsdinge“ mögen, ist es noch immer in den Augen vieler eine Abwertung, wenn kleine Kinder die mit Penis geboren wurden sich „mädchentypisch“ verhalten, „Mädchenklamotten“ tragen und „Mädchendinge“ mögen.

Ein Kind mit Vulva in Cargohosen, mit lockerem TShirt und ’ner Leidenschaft für Fußball? Saucool!

Ein Kind mit Penis in Kleid, mit Tiara und ’ner Leidenschaft für Puppenpflege? Wird das nicht schwul? Ist das nicht gefährlich für’s Kind? Macht es sich nicht lächerlich? Wird es womöglich kein „echter Mann™“?

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