Fickt euch!

Über Sex und Penisse und warum wir mit unseren Kindern sprechen sollten

Mir wurde ein Artikel in die Filterblase gespült über Mädchen und deren Einstellung zum Sex. Darüber, dass viele schon zufrieden sind, wenn’s nicht weh tut. Und wenn ich sowas lese (bzw. höre, der Artikel bezieht sich auf einen Ted Talk), dann finde ich das gelinde gesagt zum Kotzen.

Dieser Artikel hat mich auf jeden Fall daran erinnert, dass ich schon ewig über etwas schreiben wollte, was mich unglaublich nervt:

Penisse.

Penisse gibt es in allen Formen, Farben und Größen, und sie haben alle eines gemeinsam: sie gehen mir auf den Wecker.

Genau genommen stören mich nicht die Penisse an sich, sondern die Darstellung von Penissen als Zentrum von Sex.

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Rosa und Glitzer sind für alle da

Ist ein Kind mit Vulva im Prinzessinnenkleid eigentlich ein Zeichen für Scheitern feministischer Erziehung? Den Eindruck erwecken Diskussionen in Gruppen häufig. Meine Gedanken dazu.

Bei der Beschäftigung mit „Genderkram“ fällt eines häufig auf: das reflexartige Ablehnen von Rosa und Glitzer, von Prinzessinnenhaftigkeit und allem was mit der „Mädchenschublade“ assoziiert wird. Und auch ich schrieb schon über meine Rosamüdigkeit.

Denn während es wie ein Ermächtigungsprozess erzählt und verstanden wird, wenn kleine Kinder die mit Vulva geboren wurden sich „jungstypisch“ verhalten, „Jungsklamotten“ tragen und „Jungsdinge“ mögen, ist es noch immer in den Augen vieler eine Abwertung, wenn kleine Kinder die mit Penis geboren wurden sich „mädchentypisch“ verhalten, „Mädchenklamotten“ tragen und „Mädchendinge“ mögen.

Ein Kind mit Vulva in Cargohosen, mit lockerem TShirt und ’ner Leidenschaft für Fußball? Saucool!

Ein Kind mit Penis in Kleid, mit Tiara und ’ner Leidenschaft für Puppenpflege? Wird das nicht schwul? Ist das nicht gefährlich für’s Kind? Macht es sich nicht lächerlich? Wird es womöglich kein „echter Mann™“?

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Top 5 Netflix-Serien für Kleinkinder

Ihr habt einen Netflix Account und sucht Serien für 2-4 jährige? Dann seid ihr hier richtig.

Unser Kleinkind guckt manchmal gerne Serien. Manchmal sehr gern. Und manchmal gar nicht.

Mir ist es wichtig, dass die Serien keine sexistische Kackscheiße zementieren (tschüss Lauras Stern & diverse andere), keine Erwachsenen mit echt üblen Pädagogikansichten haben (tschüss Leo Lausemaus) und nicht alle (sprechenden) Figuren weiß sind (tschüss überwältigende Mehrheit der Serien).

Da bleibt nicht mehr soviel übrig.

Hier sind unsere Top 5  der Serien für 2-4 Jährige, die nicht nur dem Kind sondern auch uns (bedingt) gefallen.

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Eure Kinder sind nicht hetero

…und cis sind sie auch nicht

Ein Rant über heteronormative Erziehung im „angeborenen“ Geschlecht.

„So ein kleiner Charmeur, dem werden aber die Mädels in Scharen hinterherlaufen.“

„Na, vielleicht ja auch die Jungs“, sage ich und nehme noch einen Schluck Kaffee. Entsetzen in den Augen, aber nur kurz. „Ja, ja… das wäre natürlich auch in Ordnung.“ beeilst du dich zu sagen und sorgenvoll streift dein Blick über dieses Kind, das du geboren hast.

Im Ernst: Ich kann es nicht mehr haben. Diese Pseudotoleranz. Dieses „es ist okay, wenn ANDERE so sind“. Eure Kinder sind potentiell auch „so“.

Eure Kinder sind homo-, bi(+)- und asexuell. Sie sind polyamurös. Sie sind trans, sie sind nonbinary. Und so vieles mehr.

Das sagt euch alles nichts? Googelt. Und nehmt die verdammten Scheuklappen ab.

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Rosamüdigkeit

„Ich hab die Schnauze voll von rosa!“ lautet der Titel eines wunderbaren Liedes von Suli Puschban

Es ist ein Lied, das mir öfter mal im Kopf rumgeistert. Wenn ich mal wieder nach dem Geschlecht meiner Kinder gefragt werde. Wenn ich ein Geschäft betrete in dem es Kinderspielzeug und/oder Kleidung gibt. Wenn mir gesagt wird, dass Jungs keine Kleider tragen die toll Schwingen beim Drehen, sei halt gesellschaftlich so tradiert. Und dass ich meinem Kind Schaden zufügen würde, wenn ich es nicht so anziehe wie sein Genitalbereich es vorgibt. Bei einem Mädchen ginge das ja noch. Aber bei einem Jungen? Weiterlesen „Rosamüdigkeit“

Geschlechtsbestimmung? Nein, Danke!

Für mich war eines schon vor der Schwangerschaft klar: Nein, danke, ich möchte nicht wissen, was „es“ wird. Schnurpsels Papa wollte es erst gerne wissen, hat aber nach und nach verstanden warum ich so erpicht darauf war, das biologische Geschlecht unseres Kindes nicht bestimmen zu lassen.

Alles was von uns oder von Verwandten und Freunden vor der Geburt besorgt wurde war weitestgehend „gezwungenermaßen geschlechtsneutral“. Bei der Babyausstattung heißt das vor allem, keine Kleidung mit Aufschriften wie „Little Princess“, „Daddy’s little girl“, „Cute Butterfly“ in Pink oder Pastell bzw. keine blau-grauen Kleidungsstücke mit Schriftzügen wie „Künftiger Fußballprofi“, „Rockstar“ oder „Bengel“. Versteht mich nicht falsch, wir besitzen Kleidung sowohl der einen als auch der anderen Art und ziehen unserem Kind auch beides an.

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