Koffeln, keine Maten und Papalinge

Der Sartograph berichtet über den Spracherwerb vom Schnurpsel.

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Vom Einkaufen, vom Sprechen und ein Rezept.

Unser Schnurpsel geht gerne Einkaufen. Derzeit ist es auch der Ansicht, dass sich alles Kaufen lässt. Das geht sogar soweit, dass es nach einer Debatte übers Zähne putzen meinte, wenn die Zähne kaputt gehen, dann kaufen wir einfach neue bei Netto. Wir haben dann direkt erklärt, dass sich Zähne dort nicht kaufen lassen. Das Kind überlegte kurz, zog dann eine Augenbraue hoch und fragte: „Lidl?“ Ja, unser Kind ist wohl definitiv im Kapitalismus angekommen.

Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause komme, fragt Schnurpsel fast immer nach, ob ich eingekauft habe. Und räumt dann begeistert die Taschen aus und bringt die Inhalte in die Küche.

Am Wochenende nehme ich das Schnurpsel daher auch gerne mit. Oft ist der Sportwagen dabei – allerdings hauptsächlich für die Einkäufe, da Schnurpsel gerne selbst läuft und im Supermarkt meistens im Einkaufswagen sitzt.

Mittlerweile bin ich auch sehr geübt darin, den Lastwagen-Konvoi aus Buggy und Einkaufswagen an rücksichtslos abgestellten Warenpaletten vorbei zu rangieren. Und wenn ich an der Kasse stehe – das schlafende Schnurpsel im Buggy, Krümelchen im Tragetuch und den Einkaufswagen hinter mir her ziehend – und die Kassiererin mir mit den Worten „Wow, ein richtiger Super-Papa“ freundlich zunickt, dann bin ich auch ein klein wenig stolz. Zumindest ganz kurz, bis ich mich frage, ob sie das auch gesagt hätte, wenn ich die Mama wäre.

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Wochenende in Bildern 28./29.01.2017

Was, wer bist Du denn? Ich bin der Sartograph und blogge hier regelmäßig. Für diejenigen, die jetzt misstrauisch und zweifelnd die Beiträge durchsuchen, ein kleiner Hinweis: Auch zwei Jahre sind ein regelmäßiger Abstand.
Schuld daran ist meine Frau. Also daran, dass ich jetzt hier blogge, nicht an den zwei Jahren dazwischen. Bisher konnte ich mich immer mit Ausreden wie „zuwenig Zeit“, „aber die Wäsche“ oder „noch ein Kaffee?“ erfolgreich davor drücken. Weiterlesen „Wochenende in Bildern 28./29.01.2017“

Vom Umgang mit rohen Eiern

Da stehe ich also am Wickeltisch. Vor ein paar Stunden bin ich Vater geworden und nun liegt mein Kind nackig vor mir und hätte gerne eine frische Windel.

Das erste Wickeln hat die Krankenschwester gemacht. „Hier an der Wand ist der Wickeltisch, einfach runter klappen. Feuchte Tücher. Windeln. Wickelhemdchen. Strampler.“ Sie zeigt jeweils kurz auf die entsprechende Ecke im Regal, greift dabei zu und wickelt routiniert unser Neugeborenes. „Schmetterlinge sind für die kleinen Babys, Hunde für die großen Babys. Bei Ihnen also Schmetterling.“ Ich nicke wissend und bemühe mich dabei, ihren wirbelnden Händen zu folgen. Kurz darauf liegt unser Schnurpsel wieder im Babybettchen und die Schwester verlässt das Zimmer. „Spätestens alle vier Stunden neu wickeln“ ruft sie mir noch über die Schulter zu. Weiterlesen „Vom Umgang mit rohen Eiern“