#queergebloggt: Goldtopf

Jetzt habe ich doch keinen Post zwischen zweimal #queergebloggt geschafft. Das große Kind ist jetzt vier, was ziemlich viel Party & Vorbereitung bedeutet hat. Und ich habe Rücken. Viele Pläne für Posts aber auch zu wenig Zeit. Twitter und Insta sind da derzeit besser, kürzer, schneller.

Dafür darf ich euch heute goldtopf vorstellen.

„Schon wieder ein Frauenpaar?“ werden vielleicht einige fragen. Ja, schon wieder. Erstens lastet der Großteil von Care-Arbeit auf den Schultern von Frauen oder frauisierten Menschen. Zweitens werden Frauenpaare in der Kindererziehung gerne unsichtbar gemacht. Drittens, ergänzend zu zweitens: auch wenn es um Regenbogenfamilien geht, dominieren weiße cis Männer die Darstellung in den meisten Medien, nur das sie halt nicht wie sonst hetero sind, sondern schwul (falls ihr daran zweifelt sucht mal auf der Stockphoto Seite eures Vertrauens mit so cisnormativen Begriffen wie ’same sex parents‘).

Das heißt nicht, dass ich sie hier nicht vorstellen möchte, es heißt nur, dass sie jetzt nicht unbedingt die höchste Prio haben bei mir. Sorry not sorry. Frauenpaare, Co-Elternschaft queerer Eltern, Alleinerziehende queere Personen, Polyamuröse Beziehungen mit Kindern… werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt vorgestellt ;)

Jetzt aber: goldtopf!

Eure Namen/Pseudonyme: Ich blogge unter dem Namen Manuka, meine Frau nenne ich im Blog Cleo. Sie ist für die Fotos und Grafiken zuständig, und Ihre Anregungen und Ideen fließen oft in meine Texte mit ein.

Name des Blogs: Goldtopf (am Ende des Regenbogens)

Der Blog existiert seit: Ich blogge seit Mai 2016. Zu dem Zeitpunkt hatten wir mit unserem Kinderwunschweg begonnen.

So sieht unsere Familienkonstellation aus: Wir sind ein Frauenpaar und haben einen jetzt 11 Monate alten Sohn, den meine Frau geboren hat. Aktuell versuchen wir es mit Kind Nr.2, das ich zur Welt bringen möchte.

Darum geht’s: Ursprünglich wollte ich gerne unseren Kinderwunschweg als Frauenpaar festhalten, über die Hürden und Hindernisse die zu überwinden sind, wenn zwei Frauen in Deutschland ein Baby bekommen wollen. Mittlerweile schreibe ich auch über unser Leben mit Kind und unsere Erfahrungen als Regenbogenfamilie. Auch anderes, was uns gerade bewegt, findet immer wieder Platz: unsere Reisen, das Thema selbstbestimmte Geburt, die Veränderungen durch die Ehe für alle (die leider trotzdem nicht dafür sorgt, dass unser Sohn auch rechtlich automatisch mein Kind ist).

Unsere queeren Lieblingsblogs: Gerne lesen wir mamamamakind die ja hier neulich schon vorgestellt wurden. Noelana und Hannibaellchen drücken wir immer fest die Daumen, dass sich ihr Kinderwunsch bald erfüllt. Den englischsprachigen Blog von Amanda Knox „The Maven of Mayhem“ über ihr Leben mit zwei Transgender Personen in der Familie finde ich auch toll.

Das wünsche ich mir für queere Familienblogs: Eine noch bessere Vernetzung untereinander. Wir würden auch gerne mehr konkrete Beispiele und Anekdoten aus dem Alltag lesen, wie andere Eltern mit welchen speziellen Situationen umgegangen sind, die sich aus der Familienkonstellation ergeben. Einfach Einblicke in das Leben: Ereignisse, Gedanken, Wünsche. So kann man Menschen besser kennen- und verstehen lernen und auch Stereotype aufbrechen. Und auch was lustiges Unterhaltendes zu lesen ist mal schön!

Außerdem wünsche ich mir eine rege Kommentarkultur, denn Blogs sind doch eine tolle Plattform zum Austausch – auch mit nicht-bloggenden Leser*innen. Wir wünschen uns auch, dass gute Webseiten nicht irgendwann versanden, wie es mit einigen tollen Blogs leider schon passiert ist, von denen man dann nichts mehr liest.


Meine drei Lieblingsposts im Rahmen dieser Serie bei Goldtopf. Der erste Link führt zu einem Post über ein Thema, das mich selbst ja immer wieder auch beschäftigt: Dieser ewige Prozess des sich-Outens.

Der zweite zu einem über die Auswahl einer geeigneten Samenspende.

Und der dritte ist ganz neu, über einen JA Besuch im Rahmen der Stiefkindadoption. Wo ich mir immer wieder (auch bei Mamamamakind) an den Kopf fasse und denke: da beschließen zwei Menschen innerhalb einer Ehe ein Kind zu bekommen, gemeinsam. Und viel gewünschter als ein gezieltes Befruchtungsverfahren geht halt auch irgendwie nicht. Und dann wird nur der gebärende Part zum Elter und di*er andere muss es erst beantragen. Das ist doch mehr als verquer.


Wenn ihr selbst einen queeren Familienblog schreibt und den Steckbrief beantworten wollt, lasst mir gerne einen Kommentar da (oder schreibt mir bei Twitter/Insta/Facebook)!

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Autor: Zesyra

Writes about Community Management, Gender, Gaming, Cats, Babies and Stuff.

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