Wie Königin Kühnigunde einmal Ser Schnarchibald rettete – Teil 1

Heute gibt es den ersten Teil einer Geschichte an der ich schreibe. Ihr könnt sie selbst lesen oder sie euch von mir vorlesen lassen.

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Diese Geschichte ist ein Märchen und wie alle guten Märchen beginnt sie so…

Plautz! machte es, als Torti, der dicke Kater der Königin elegant auf den Boden plumpste. Mit einem herzzerreißenden „Miiiiauuu!“ läutete er den Tag ein. Kühnigunde rollte sich auf die Seite und drückte liebevoll auf seinen Kopf. „Nur noch fünf Minuten!“ bat sie.

Fünf Minuten später hatte Torti es geschafft, wieder in ihr Bett zu klettern. Er spazierte auf ihrem Bauch herum und sang sein Guten-Morgen-Lied „Miau, Miau. Miaumiaumiua. Mihihihiau!“

„Schon gut“, knurrte Kühnigunde und setzte sich mit Schwung auf. Torti rollte von ihr herunter und fiel fast vom Bett. Nur mit Müh und Not konnte er sich an der Bettdecke festhalten. Doch wie es mit Bettdecken nun einmal so geht, war sie nicht am Bett festgemacht. Während Torti also versuchte sich hochzuziehen, zog er tatsächlich immer mehr von der Decke Richtung Boden. Letzten Endes rutschten sie beide, Torti und Decke, nach unten.

Kühnigunde schüttelte den Kopf „Du bist und bleibst ein Tollpatsch, Torti.“ Sie griff nach ihrer Krone und drückte sie sich ins zerzauste Haar. Dann schwang sie die Beine aus dem Bett, machte zehn Kniebeugen und im Anschluss einen Purzelbaum der sie geradewegs vor den Kleiderschrank führte. Sie griff hinein und angelte nach ihrer geringelten Lieblingshose. Noch ein Pulli, den roten Königinnenmantel und das Zepter; fertig ist sie für’s Regierungsgeschäft.

Torti hatte es inzwischen geschafft sich aus der Decke zu befreien und schnurrte um Kühnigundes Beine. Da wurde plötzlich die Tür aufgerissen und Karl, der Kammerdiener stand vollkommen außer Atem dort. „Hoheit!“ keuchte er. „Es ist… es ist etwas Schreckliches geschehen! Ser Schnarchibald… er ist fort! Entführt! Eine Lösegoldforderung!“ er hielt ihr einen Zettel hin. Kühnigunde las:

Eure hochwohlgeborenste Frau Königin Kühnigunde,

ich habe euch Mitteilung darüber zu machen, dass ich euren Ritter Ser Schnarchibald entführen ließ. Ich verlange für seine Herausgabe feinstes Gold, mit dem sich sein Gewicht aufwiegen lässt. So seid also unbesorgt, während ich ihn gefangen halte, soll es ihm an Speis und Trank nicht mangeln! Nur wenn ihr euch weigert zu zahlen, dann werden wir ihn auf Diät setzen!

Kühnigunde seufzte. Als Entführer kam nur einer in Frage. Niemand sonst redete so geschwollen. Edelmann Grämbert. Ja, ein anderer konnte es nicht sein. Grämbert war auch stets darauf bedacht Aufmerksamkeit zu bekommen. Und Gold. Aber Ser Schnarchibalds Gewicht in Gold? Nein, soviel war in den Schatzkammern nicht gelagert. Kühnigunde sagte „Ich will beim Frühstück darüber nachdenken, was wir tun! Ohne ein ordentliches Frühstück kann mensch keine Ritter retten.“

Gesagt, getan. Kühnigunde ging ins Esszimmer, wo bereits ihr königliches Lieblingsfrühstück bereit stand: ein großes Glas Kakao, eine Schüssel mit Müsli und eine mit Obstsalat – so fängt jeder Tag gut an. Sonntags aß sie immer noch ein Ei dazu, aber heute war Dienstag. Torti bekam seine Portion Futter aus einem silbernen Napf, wie es sich für einen königlichen Kater gehört.

Dann sagte sie „Lasst meine besten Leute zusammen kommen. Es müssen Pläne geschmiedet werden!“. Sofort eilte Karl aus dem Esszimmer. Die besten Leute der Königin – das hieß er musste Boten zu den folgenden Personen entsenden: zu Oswald Odensänger, Clara Drachenbändigerin, Fürst Milan dem Sanften und natürlich zu der rasenden Rike. Dieses Aufgebot konnte es, gemeinsam mit der Königin, auch mit den schrecklichsten Schurkinnen und den fiesesten Fieslingen aufnehmen!

Wie es nach dem königlichen Frühstück weiter geht? Das erfahrt ihr das nächste Mal!

Autor: Zesyra

Writes about Community Management, Gender, Gaming, Cats, Babies and Stuff.

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