Was wir wieder kaufen würden – Fazit nach 24 Wochen

Heute gibt es eine Hitliste der Dinge, die sich in den ersten 24 Wochen bereits so ausgezahlt haben, dass ich sie immer wieder kaufen würde, wenn ich wieder ein Baby bekäme.

Ich möchte dazu sagen, dass dieser Post nicht gesponsert ist, sondern ich diese Dinge wirklich guten Gewissens meinen besten Freund*innen empfehlen würde, wenn sie ein Kind bekämen.

Man kriegt ja soviel Kram geschenkt und liest von so vielen Dingen, die man unbedingt braucht. Das meiste braucht man nicht wirklich. Kleidung bekommt man soviel geschenkt, dass man das Kind stündlich umziehen könnte (wenn man wollte) und Spielzeug bekommt ihr mit Sicherheit ebenfalls so viel, dass ihr einige Sachen gleich eingepackt lassen könnt für den Fall, dass ihr selbst mal ein Geschenk braucht. Ich danke natürlich trotzdem allen die uns mit supersüßen Outfits und Rasseln beglückt haben.

  1. O-Ball
  2. Babybay
  3. Eine ordentliche Tragemöglichkeit
  4. Babystulpen
  5. Geruchsneutrales Shampoo/Duschbad
  6. Stillkleidung
  7. Töpfchen

1. Der O-Ball

Seit wir ihn haben, gibt das Schnurpselchen ihn nicht mehr her: den O-Ball. Er ist leicht, hat ganz viele Möglichkeiten ihn fest zu halten und unser Modell rasselt sogar. Man kann ihn super mit dem Mund und mit den Händen erkunden. Man kann ihn auch wegrollen lassen und die Eltern holen ihn wieder. Später, wenn unser Noob mehr Krafttraining absolviert hat, lässt sich der O-Ball auch toll zusammenknautschen und ploppt dann wieder in seine Ursprungsform. Vermutlich das einzige Spielzeug was unser Baby mit auf eine einsame Insel nehmen würde, wenn es schon in der Lage wäre solche Gedankenspiele zu betreiben.

oball

2. Babybay

Wir hatten anfangs einen Stubenwagen, der sehr schön war und eine Wiegefunktion hatte. Doch schon nach kurzer Zeit war mir klar: ich will nachts nicht zum Stillen aufstehen müssen, ich will meine Hände nicht durch Gitterstäbe quetschen um mein Kind ein bisschen zu streicheln und so zu beruhigen und die Wiegefunktion nutzen wir gar nicht. Familienbett schön und gut, doch bei einem 1,40m Bett und eher keinem Platz ein breiteres Bett sinnvoll (!) unterzubringen, fiel die Wahl also auf ein Babybay. Wir haben uns viele Beistellbetten angesehen und verglichen. Die Ansprüche die ich hatte, habe ich nur im Babybay wiedergefunden aber es gibt auch von anderen Marken tolle Beistellbetten.

Unser Noob schläft zwar nachts in der Regel zwischen uns im Bett, aber das Babybay hält es auch aus, dass ich mich dann zur Hälfte hineinlege. Wenn ich dolle Rücken habe (aua!), dann kommt das Schnurpselchen auch ins Beistellbett, damit ich mehr Platz hab. Tagsüber stand das Bett im Wohnzimmer oder in der Küche oder im Flur oder wo auch immer ich gerade einen Blick auf das schlafende (oder ruhig guckende) Baby haben wollte. Für uns war das definitiv eine Anschaffung die sich jetzt schon ausgezahlt hat; für kommende Kinder bleibt es ja erhalten und Schnurpsel will allmählich auch lieber auf dem Boden liegen (viel mehr Platz!).

3. Eine ordentliche Tragemöglichkeit

Der Markt für Babytragemöglichkeiten ist riesig und unüberschaubar. Es gibt drei Möglichkeiten: 1. eine professionelle Trageberatung, 2. selbst sehr intensiv recherchieren, 3. die erste Tragemöglichkeit nehmen, die einem in einem Babyausstattungsgeschäft/Babyflohmarkt/… gefällt. Wir haben uns vor der Entbindung mit der 3ten Option zu einer Manduca hinreißen lassen. Sie ist bequem, wirkt stabil und sicher. Auch der Sartograph hatte keine Bedenken bei der Anlegetechnik. Als das Schnurpselchen dann da war, war es mit seinen nichtmal 3 Kilo aber erstmal zu leicht für die Manduca (ab 3.500g). Als es dann endlich rein passte, merkten wir rasch, dass die Trage für uns nicht optimal ist. Schnurpselchen ist sehr aktiv und stieß sich andauernd vom Hüftgurt ab, war aber noch viel zu zierlich um ohne Neugeboreneneinsatz in der Manduca zu sitzen. Irgendwie wirkte außerdem die Trage auch immer steif und die Clips machten ein Herausheben des schlafenden Babys ohne es zu wecken unmöglich.

Da ich grundsätzlich das Internet etwaigen sozialen Kontakten im „Real Life“ vorziehe, wählte ich 2. um eine neue Trage für uns zu finden. Ich wollte Tragetuch, der Sartograph wollte Fertigtrage. Wir einigten uns auf eine Mei Tai. Wichtig bei Tragen, egal welcher Art: nach Möglichkeit verstellbare Länge des Rückenteils, verstellbare Stegbreite für optimale Anhock-Spreiz-Stellung, das Kind sollte immer zum Tragenden gucken. Für Details schaut bitte woanders (zum Beispiel auf den diversen Seiten professioneller Trageberater*innen). Für welche Tragehilfe man sich im Endeffekt entscheidet: alle Tragenden sollten sich damit wohl und sicher fühlen.

Für uns fiel die Entscheidung auf eine Fräulein Hübsch Mei Tai. Seit wir diese haben, fühlen wir drei uns beim Tragen pudelwohl. Man kann die Stegbreite verstellen, das Rückenteil kann zwei Längen und ist über die Nackenstütze und den Sonnenschutz noch etwas verlängerbar. Auch den Nackenteil kann man enger stellen und den Sonnenschutz verkürzen. Für uns ist diese Trage sehr gut geeignet.

tragen

4. Babystulpen

Passend zur Trage kann ich Babystulpen (auch Babylegs genannt) empfehlen. Wir haben die kuschelige von der Uroma handgestrickte und die dünne genähte Jersey-Variante. Babystulpen sind ideal um die Beine des Babys etwas zusätzlich zu wärmen, wenn das Kind getragen wird. Zuhause sind sie auch ein 1A Hosen-Ersatz, den man zum schnellen Wickeln nicht mal ausziehen muss (diesen und weitere tolle Tipps zum schnellen Wickeln bei windelwissen.de). Außerdem wärmen sie auch kalte Eltern-Unterarme ganz vorzüglich.

5. Geruchsneutrales Shampoo/Duschbad

Als ich das Schnurpsel zum ersten Mal nach einer erfrischenden Dusche auf den Arm nahm, drehte es sich erstmal weg. Ganz offensichtlich mochte es meinen Geruch nicht. Nach einigen Duschen mit nur Wasser (Ja! Davon wird man auch sauber! Verkauft sich nur nicht so gut.), habe ich beschlossen, dass ich das Gefühl mir Zeug in die Haare und auf den Körper zu schmieren einfach brauche um mir selbst wie ein zivilisierter Mensch vorzukommen. Gefunden hat der Sartograph dann für mich (ich habe mich aus dem Wochenbett zu der Zeit noch nicht wirklich raus bewegt) das Shampoo und Duschbad der DM-Hausmarke alverde „Ultra sensitive“ mit ohne alles.

Was soll ich sagen? Es riecht nach nichts, erinnert von Aussehen und Konsistenz an…öhm… Babyerschaffungsschleim und das Beste: meine Haare sind viel kräftiger geworden!

Vielleicht klinge ich jetzt wie eine dieser Beauty Bloggerinnen oder wie schlechte Werbung, in der Frauen ihre langen, wallenden, frisch geföhnten Haare hin und her werfen und dabei stöhnen, aber: meine Haare sind in der Tat kräftiger. Dafür glänzen sie nicht mehr.

Das Wichtigste aber: Schnurpsel kann mich so gut riechen. Und der Sartograph stört sich auch nicht an fehlenden Parfum-Düften.

6. Stillkleidung

Stillkleidung wird ja von vielen als unnötig verschrien und als Geldmacherei. Für mich sieht das so aus: einen Pulli unter der Trage rausfriemeln um im Tragen zu stillen find ich kacke nicht so gut. Einen Pulli hoch ziehen und einen kalten Bauch kriegen, vor allem, aber nicht nur wenn man das Kind mal wieder draußen auf der Parkbank stillt (oder bei Minusgraden an der Bushaltestelle oder einfach in der frisch gelüfteten Wohnung im Winter), finde ich scheiße auch nicht so gut. Irgendwelche verwurschtelten Zwiebelsysteme finde ich beknackt noch weniger gut.

Deshalb mag ich Still(ober)kleidung. Ich habe welche von unterschiedlichen Marken. Was ich nicht mag sind die Still-T-Shirts von H&M, die sind für kleinere Brüste gemacht als ich sie momentan habe. Von Esprit hatte ich ein Umstands/Stillshirt. Um den Stilleinsatz zu öffnen muss man eine Reihe friemeliger kleiner Knöpfe öffnen. Auch irgendwie doof. Was man wirklich nicht braucht sind Still-BHs (erst recht keine mit Push-up-Effekt!), die kann man zwar mit etwas Übung tatsächlich mit einer Hand öffnen, aber das mit dem Schließen habe ich beim besten Willen nicht einhändig hinbekommen. Statt dessen bevorzuge ich simple Bustiers, die kann man nämlich tatsächlich einfach hoch- und runterziehen. Ein aus der Schwangerschaft eventuell noch vorhandenes Bauchband macht sich übrigens als stillfreundlich „Unterhemd“ prima.

Gut: Reißverschlüsse bei den Brüsten (auch sehr dezent, man möchte ja nicht immer aussehen wie eine Milchkuh). Besser: einfach nur ein Stück Pulli hochziehen. Beide Varianten gibt es zum Beispiel über Dawanda bei AgnesH.

7. Töpfchen

Über drei Ecken haben wir von windelfrei/topffit/undwieauchimmeresnochgenanntwird erfahren und uns noch in der Schwangerschaft mit dem Prinzip vertraut gemacht. Ich werde hier nicht erläutern woran man erkennt dass das eigene Kind mal muss, das haben andere schon ausführlich getan (Wissenswertes und Ammenmärchen über windelfrei bei den rabeneltern). Was wir feststellen können ist: Unser Baby findet das Abhalten über dem Topf gut. Es gibt auf dem Töpfchen fast immer Gelächter und oft eben auch ein kleines Geschäft (ein großes eher selten). Wenn unser Noob auf’s Töpfchen muss, gibt es immer ein ganz bestimmtes Gequengel. Das hört dann circa 5 Minuten nach dem das Geschäft in der Windel gelandet ist auf, aber oft genug können wir das Gequengel eben schnell beenden und uns dafür ein erleichtertes Lächeln ansehen (ist auch viel schöner). Ein wunder Popo kommt bei uns so gut wie nie vor (vor allem seit wir zusätzlich von Pampers auf Stoffwindeln umgestiegen sind). Windelmüll ist in Kombination mit Stoffwindeln sowieso Geschichte, war aber vorher auch schon unter dem was man sonst so hört. Insofern: kauft ein kleines Töpfchen (eine Rührschüssel tut’s auch, ich würd vielleicht keinen Kuchen mehr drin machen) und haltet das Kind beim Wickeln einfach mal kurz drüber, lest euch ein bisschen in die Thematik ein und freut euch über noch glücklichere Kinder! Wir haben das Schnurpselchen übrigens am dritten Lebenstag (also als wir aus der Klinik raus waren) das erste Mal abgehalten und inzwischen sind wir in der Regel ein gut eingespieltes Team.

So, das war es mit den tollen Sachen, auf die ich beim nächsten Baby nicht verzichten möchte. Was war für euch das Wichtigste in den ersten Lebensmonaten?

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Autor: Zesyra

Writes about Community Management, Gender, Gaming, Cats, Babies and Stuff.

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